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Montag, 12. September 2011

tag 11: arbroath - dundee - falkirk - edinbourgh

















sturmtief katia erwartet uns heute mit voller breitseite.schon am frühstückstisch mit blick auf die vor dem haus liegende bundesstraße (das hatten wir schon einsamer) sehen wir wie sich der regen durch die landschaft peitscht. nützt alles nüscht; wir haben wieder volles programm.

erster stopp ist heute dundee, wo wir zwei alte segelschiffe zu besichtigen gedenken. an der fregatte unicorn ist nicht viel los und wir können uns seelenruhig allein in dem alten holzrumpf umsehen. bei der ankunft hatte ich mich gegen den rest der truppe durchsetzen können und das auto auf einen nahegelegenen parkplatz abgestellt, der ziemlich abgelegen und nahezu vollständig leer, allerdings mit dem hinweis parken nur mit erlaubnis versehen war. das sich hier in den abgelegenen docks eine politesse verirren könnte, hielt ich für einigermaßen unwahrscheinlich. weit gefehlt. nach unserer rückkehr finden wir an der frontscheibe ein liebevoll angebrachtes plastiktütchen, dass das darin enthaltene parkticket vor dem bescheidenen wetter schützen sollte. nun wissen wir auch, dass falschparken in schottland kein billiger spass ist. 65 pfund verwarungsentgelt und ein saftiges mahrcell meiner lieben mitreisenden habe ich mir damit gesichert. ich bin stocksauer.

die kleine pechsträhne scheint auch nicht reissen zu wollen als wir in st. andrews den ältesten golfplatz der welt, den old course, erreichen. hier stürmt es bei gleichzeitigem nieselregen so gewaltig, dass es keinen spass macht sich das rege treiben auf dem court weiter anzusehen. die spieler lassen sich vom wetter allerdings wenig beeindrucken; st. andrews darf als pilgerstätte des golfsports zwar theoretisch von jedem bespielt werden, allerdings ist das interesse so groß, dass das los die begrenzten startplätzeverteilt. der passionierte golfer kann auf das wetter da wohl keine rücksicht nehmen. ein sehr ehrwürdiges fleckchen erde, dass mich ziemlich ungedämpft wieder daran erinnert, dass ich auch meinen eigenen golfpläne in letzter zeit nicht sonderlich vorwärts getrieben habe. das muss sich ändern. trotz morgendlichem ärgerniss kauft mir meine liebste freundin als erinnerung einen orginal old course ball (cool), der am abend bei dem schon fast obligatorisch gewordenen glas single malt noch einmal ausgiebig bewundert wird.

letzter stop vor edinbourgh sollte heute das falkirk wheel, ein gigantisches schiffshebewerk, sein, dass über 35 meter höhenunterschied zwei kanäle miteinander verbindet. normalerweise kann man per bootstour die komplette runde einmal durchfahren. unser pech will heute allerdings nicht abreißen und aufgrund von ehemals hurrican katia ist die anlage für den rest des tages für alle durchfahrten gesperrt; klasse!


abends erreichen wir schließlich edinbourgh. unsere unterkunft für die kommenden zwei tage ist so geht so. wir werden hier aber wahrscheinlich auch kaum zeit verbringen. franzka pickt schonwieder die aktivitäten für morgen aus reiseführer und co.
marcel.





wegstrecke: arbroath to edinbourgh, 243 km
unterkunft: classic guesthouse, classic steht hier eher für abgewohnt, ist aber fürs geld okay. (wahrscheinlich sind wir mittlerweile auch etwas wählerisch geworden)

 

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