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Samstag, 17. September 2011

Tag 16: Kirkcudbright - Galloway Forest Park - Glasgow

Es sollte der Tag meiner guten Ideen werden...

Der letzte Tag steht an. Morgen müssen wir wieder nach Hause. Also hieß es heute früh schon mal versuchen, alle Souvenirs in die Taschen und Koffer zu packen. Schwierige Angelegenheit.

Nach dem Frühstück war dann die erste Station eine Schokoladenfabrik war natürlich meine Idee. Neben Pferden und Ziegen, die man streicheln konnte :-), konnte man dort gucken, wie Schokoladen und Pralinen hergestellt werden. Im angrenzenden Shop landeten einige süße Leckereien in unseren Taschen.

Ansonsten stand eigentlich nur die Reise nach Glasgow auf dem Programm, da wir auch dort noch ein bißchen bummeln wollten. Unsere Reise führte uns durch den Gallway Forrest Park, da wir wenigstens noch ein bißchen Natur sehen wollten. Ein interessanter Wegweiser in Richtung eines unbefestigten Waldweges erweckte mein Interesse. Ausgeschildert waren Aussichtspunkte, Infotafeln und Toiletten. Das musste also interessant sein. Obwohl der Rest des Autos dagegen war, konnte ich mich durchsetzten. Ich musste mir einige Hähme anhören, da der Weg zunächst einfach nur durch den Wald ging. Ausser Bäumen wenige Highlights. Doch bereits am ersten Parkplatz, einem einsamen See, an dem ausser uns nur 2 Angler sich aufhielten, änderte die Meinung aller und sie mussten sich bei mir entschuldigen. Der Weg führte weiter bis zum Otterpool, einem sehr idyllischen Fleckchen. Am Bach gelegen fanden nur wenige diesen Rastplatz. Wir nutzten das ruhige, äusserts sehenswerte Plätzchen für ein Picknick. Da uns auch noch die Sonne besuchte, verbrachten wir dort wiedermal viel zu viel Zeit. Unseren nicht vorhandenen Zeitplan hatten wir also wieder überzogen.

Also nun schnell auf Richtung Glasgow. In Ayr wollten wir noch ein letztes Mal das Meer sehen. Überraschenderweise war dies gar nicht so leicht zu finden. Im 20. Kreisverkehr dieses Örtchens kam es dazu, dass unser Fahrer einen anderen Verkehrsteilnehmer übersah. Doch dieser reagierte prompt, so dass wir ohne Zwischenfall weiter fahren konnten. Wir hatten uns zu früh gefreut. Gleich um die Ecke verfolgte uns ein Polizist auf Motorrad und zwang uns auch schon am nächsten Kreisverkehr zum Anhalten. Beängstigende Stille im Auto. Der nette, schwerzuverstehende Polizist rief uns noch einmal zur Vorsicht auf und lies uns dann doch ungestraft davon kommen.

Immer noch paralellisiert von dieser Erfahrung sollte uns nun nichts mehr aufhalten. Beim Hotel stellte sich heraus, dass es doch weiter weg vom Zentrum ist, als gedacht. Aufgrund unserer diversen Umwege heute, fiel damit auch das Shoppen weg. Na prima. Gegessen haben wir gleich im Hotel, aber sehr gut. Wir werden wohl nicht mehr so viel von Glasgow sehen, denn morgen müssen wir bei Zeiten zum Flieger. Nun ist das Ende schon erschreckend nah.

Franzka

Tag 15: Kirkcudbright - Mull of Galloway - Kirkcudbright

Da wir in der Zwischenzeit zu Fans von sog. "Mull"en geworden sind, sprich Halbinseln, sollte uns der Weg auch heute auf eine führen. Aber alles zu seiner Zeit. Der Tag begann natürlich mit dem Frühstück. In unserem B&B gab es eine so reichhaltige Auswahl wie noch nie. Also wählte jeder etwas anderes. Es gab also sowohl Fisch, als auch die klassischen Sachen Ei und Bacon, bis hin zu süßen Leckereien. Überraschenderweise war es heute Marcel, der am mutigsten war. Er stellte sich dem Porridge, also einem echt eklig aussehenden, salzigen Haferschleim. Mit einer beinah riesigen Portion schien es ganz gut zu schmecken. Dummerweise setzte das Sättigungsgefühl schnell ein, doch Marcel hat noch ein Full Scottish Breakfast vor sich. Alles in allem führte das dann dazu, dass er bis zum Abend mit nem kleinen Schokoriegel über die Runden kam.

Nun auf zur Mull. Mull of Galloway um genau zu sein. Das Wetter sah nicht gerade nach tollen Aussichten aus, es war trüb und regnete auch immer wieder. Auf dem Weg dahin machten wir Halt in einer der vielen Gartenanlagen. Wie der Name "Kennedy Castle Gardens" bereits vermuten lässt, fanden wir zwei Burgen auf unseren Wegen. Die eine abgebrannt, die andere immer noch bewohnt. Dieser Garten mit seinen 2 Seen schien ein guter Lebensraum für Gänse zu sein. Diese begrüßten uns lautstarkt mit Ihrem Gegacker. Ich denke es werden hunderte an diesen Seen gewesen sein, die es sich auf den Wiesen und im Wasser gemütlich gemacht hatten.

Auf dem Weg zur Mull wurde der Regen immer stärker. Peters Laune daher immer schlechter, denn auf wie sollte es anders sein, auf der Spitze der Halbinsel stand ein Leuchtturm inklusive Besucherzentrum. Bei unserer Ankunft hatte der Regen zum Glück nachgelassen, der Wind leider nicht. So wateten wir im Schneckentempo gegen die steife Brise über die Klippen. Ein Selbstmord in die Tiefe wäre hier unmöglich gewesen, der Wind hätte einen wieder zurück geblasen. Leider war der Turm zur Besichtigung geschlossen, doch als der Leuchtturmwärter dem Pe ein Lesezeichen schenkte und die Sonne dann doch noch raus kam, war der Tag wieder gerettet.

Zurück in Kirkcudbright stellte wir uns wieder mal der Essensfrage. Die Hausherrin konnte nicht wirklich eine Empfehlung machen, also gingen wir auf gut Glück los. Ohne Erfolg. Wir landeten in einem Take-Away und bestellten uns jeder eine andere Kalorienbombe. Peter beharrte auf Fisch und Chips, natürlich mit einer ordentlichen Portion Essig. Iehgitiehgit

Franzka

tag 14: selkirk - kirkcudbright

















die stimmung beim frühstück ist heute eher verhalten. niemand traut sich laut zu fragen wie lange das müsli hier im garden house schon herumsteht. es wird daher auch nicht so ausgiebig gespeist wie sonst, sondern eher auf eine zügige abreise gezielt.

unser erster stop von heute ist der letzte von gestern. heute hat die alte abtei geöffnet und das wetter ist immernoch auf unserer seite. wir sind wieder früh dran und daher ziemlich die einzigsten in den altehrwürdigen mauern, oder was noch davon übrig ist. anschließend nehmen wir uns noch etwas zeit für einen kleinen bummel durch das städtchen melrose.

ein seltsamer fremder hat uns gestern abend  noch den tip gegeben, auf unserer weitereise an die südwestküste durch das yarrow valley zu fahren. uns wird eine perle versprochen, die mit dem ambiente der highlands durchaus mithalten können soll und zu unrecht von den meisten touristen ignoriert wird. gesagt, getan, ab durch's nächste tal. das auffälligste auf der schmalen straße sind zunächst die unmengen an wilden fassanen, die sich auch schon sehr zahlreich als fassanenpüree auf dem asphalt wiederfinden. bei unseren zahlreichen zwischenstopps können wir die noch lebenden exemplare beobachten. es findet sich auch wieder zeit für ein kleines picknick mit brachtvoller berg- und seeperspektive.

wir verdrödeln auf der fahrt schonwieder viel zu viel zeit und müssen den restlichen weg zur nächsten unterkunft im eiltempo auf der schnellstraße zurücklegen. kirkcudbright (wie wir heute früh gelernt haben - und vom navi bestätigt bekommen - kir-kuh-brie gesprochen) ist der nächste übernachtungsstop für die kommenden zwei nächte. zu unser aller erleichterung ist unserer unterkunft ein wunderschönes altes stadthaus mit riesigen zimmern und - vor allem - sauber!
marcel.

wegstrecke: selkirk to kirkcudbright, 181 km
unterkunft: anchorlee b&b, zum abschluss nochmal luxus

Donnerstag, 15. September 2011

tag 13: edinbourgh - st.abbs - selkirk

















heute abend stand die unterkunft auf dem programm, auf die ich mich schon die ganze zeit gefreut hatte. die website versprach einladende suiten auf einem riesigen landanwesen. um es kurz zu machen: es war ein totaler griff ins klo. und nicht nur, dass es die hoch gesteckten erwartungen wie so häufig nicht erfüllen konnte, nein, es war wirklich richtig widerlich. die zimmer machten ein bisschen den eindruck, als wäre seit 20 jahren die zeit stehengeblieben und ziemlich genau so lange hatte auch niemand mehr sauber gemacht. meine riechenden mitreisenden konnten neben dem optischen eindruck auch defizite in geruchsfragen feststellen. zum glück blieb mir das erspart. blos gut sind wir hier nur eine nacht.

der tag beginnt völlig entgegengesetzt zu seinem ende mit einem besuch der prunkvollen royal yacht britannia, dem ehemaligen dienstdampfer von lisbett, her royal highness, der queen. beeindruckend was hier immer aufgefahren wurde, wenn die windsors auf reisen gegangen sind. die tour verschlingt unsere volle aufmerksamkeit (vor allem die vom peter und mir). am ende verdrödeln wir locker den ganzen vormittag auf dem dampfer, wiedermal viel mehr zeit als ursprünglich eingeplant.

der nachmittag ist unverpant, also fahren wir einfach plan- und ziellos die ostküste richtung englischer grenze hinunter. am st. abbs head finden wir einen malerischen alten hafen in dessen einladender taverne wir uns einen cullen skunk (fischsuppe) gönnen und das ambiente genießen. gleich anschließend gehts weiter in den nächsten hafen. unser reiseführer erwähnt hier, dass man mit ein wenig glück robben in der bucht sehen kann. wir haben mal wieder viel glück und sehen welche direkt im hafenbecken! mit meiner kleinen meeresbiologin ist der zeitplan mal wieder im eimer.

an der melrose abbey kommen wir dann bei tief stehender sonne und super fotolicht zu spät an, um noch hineingelassen zu werden. das muss also dann auf die morgige tagesordnung geschoben werden. am abend schaffen wir es tatsächlich sehr köstlich im nahegelegenen golfclub(!) zu speisen - kleine whisky-verkostung natürlich wieder inklusive. heute gibts jura-malt und tobermory im vergleich. (peter hat als vorspeise wieder erstaunlich leckeren haggis und muss mit wenige begeisterung mit allen teilen.)
marcel.

wegstrecke: edinbourgh to selkirk, 213 km
unterkunft: garden house whitmuir, schäbig

Tag 12: One Day in Edinburgh



Schon vor Beginn des Tages stand fest, dass die Zeit natürlich viel zu kurz war, um alles in Edinburgh zu sehen. Wir entschieden uns daher für eine klassische Hop-on-Hop-of Sightseeing Bustour, um zumindest einen Überblick über die Highlights zu bekommen.

Also in den Bus eingestiegen. Da immer noch Sturm herrschte, gaben wir uns mit dem verschlossenen Teil des Busses zufrieden. Erster Ausstiegspunkt war Edinburgh Castle. Das war wohl nicht nur unsere Idee. Neben uns stürmten nicht nur Individualtouristen, sondern auch Busse-weise Japaner auf den Eingang zu. Wir entschieden uns also für einen kurzen Stopp und ein Foto im Eingangsbereich und setzten dann unsere Tour fort.

Wir fuhren ne halbe Runde weiter, dann stoppten wir im Palace Holyrood. Diesen Palast besucht die königliche Familie - sprich Queen und co. - meist im Sommer. Dabei wird ein riesen Aufriss gemacht mit feierlicher Schlüsselübergabe.

Da sie gerade nicht da war, konnten wir die Räume besichtigen. Mit Hilfe eines Audioguides gab es sogar mal Erläuterungen auf deutsch. In den einzelnen Zimmern fanden wir Möbel auf denen sonst tatsächlich die Queen sitzt oder Besteck was sie tatsächlich benutzt. In einem der Räume nimmt die Queen die Auszeichnungen vor, so wurde dort auch Sean Connery zum Sir ernannt. Die Ausstellungsstücke gingen teilweise bis 1600 zurück. Fazit: Wirklich sehr interessant.

Anschließend knurrte uns der Magen. Also ab ins königliche Cafe. Nach einigen Entscheidungsschwierigkeiten wählte Peter den Haggis - Schafsinnereinen im Schafsmagen. Überraschend war dies sehr lecker und führte zu Neid bei allen anderen Mitreisenden. Leider war Peters Portion viel zu klein, um uns alle satt zu bekommen :-(


Frisch gestärkt war die Altstadt unsere nächste Haltestelle. Dort nahmen wir uns mal einer Aktivität an, für die bisher noch keine Zeit war - bummeln. Zum Glück sind uns beim langsamen stöbern auch ein paar Souvenirs in die Hande gefallen. Mit vollen Taschen kamen wir wieder im Guesthouse an.


Da uns der Sturm und der ständige Nieselregen ziemlich zermürbt hatten, waren wir froh, in einem warmen Zimmer angekommen zu sein.
Franzka

Wegstrecke: City Sightseeing in Edinbourgh, ungezählte km zu fuss und per Stadtrundfahrt
Unterkunft: Classic Guesthouse, wie gestern

Montag, 12. September 2011

tag 11: arbroath - dundee - falkirk - edinbourgh

















sturmtief katia erwartet uns heute mit voller breitseite.schon am frühstückstisch mit blick auf die vor dem haus liegende bundesstraße (das hatten wir schon einsamer) sehen wir wie sich der regen durch die landschaft peitscht. nützt alles nüscht; wir haben wieder volles programm.

erster stopp ist heute dundee, wo wir zwei alte segelschiffe zu besichtigen gedenken. an der fregatte unicorn ist nicht viel los und wir können uns seelenruhig allein in dem alten holzrumpf umsehen. bei der ankunft hatte ich mich gegen den rest der truppe durchsetzen können und das auto auf einen nahegelegenen parkplatz abgestellt, der ziemlich abgelegen und nahezu vollständig leer, allerdings mit dem hinweis parken nur mit erlaubnis versehen war. das sich hier in den abgelegenen docks eine politesse verirren könnte, hielt ich für einigermaßen unwahrscheinlich. weit gefehlt. nach unserer rückkehr finden wir an der frontscheibe ein liebevoll angebrachtes plastiktütchen, dass das darin enthaltene parkticket vor dem bescheidenen wetter schützen sollte. nun wissen wir auch, dass falschparken in schottland kein billiger spass ist. 65 pfund verwarungsentgelt und ein saftiges mahrcell meiner lieben mitreisenden habe ich mir damit gesichert. ich bin stocksauer.

die kleine pechsträhne scheint auch nicht reissen zu wollen als wir in st. andrews den ältesten golfplatz der welt, den old course, erreichen. hier stürmt es bei gleichzeitigem nieselregen so gewaltig, dass es keinen spass macht sich das rege treiben auf dem court weiter anzusehen. die spieler lassen sich vom wetter allerdings wenig beeindrucken; st. andrews darf als pilgerstätte des golfsports zwar theoretisch von jedem bespielt werden, allerdings ist das interesse so groß, dass das los die begrenzten startplätzeverteilt. der passionierte golfer kann auf das wetter da wohl keine rücksicht nehmen. ein sehr ehrwürdiges fleckchen erde, dass mich ziemlich ungedämpft wieder daran erinnert, dass ich auch meinen eigenen golfpläne in letzter zeit nicht sonderlich vorwärts getrieben habe. das muss sich ändern. trotz morgendlichem ärgerniss kauft mir meine liebste freundin als erinnerung einen orginal old course ball (cool), der am abend bei dem schon fast obligatorisch gewordenen glas single malt noch einmal ausgiebig bewundert wird.

letzter stop vor edinbourgh sollte heute das falkirk wheel, ein gigantisches schiffshebewerk, sein, dass über 35 meter höhenunterschied zwei kanäle miteinander verbindet. normalerweise kann man per bootstour die komplette runde einmal durchfahren. unser pech will heute allerdings nicht abreißen und aufgrund von ehemals hurrican katia ist die anlage für den rest des tages für alle durchfahrten gesperrt; klasse!


abends erreichen wir schließlich edinbourgh. unsere unterkunft für die kommenden zwei tage ist so geht so. wir werden hier aber wahrscheinlich auch kaum zeit verbringen. franzka pickt schonwieder die aktivitäten für morgen aus reiseführer und co.
marcel.





wegstrecke: arbroath to edinbourgh, 243 km
unterkunft: classic guesthouse, classic steht hier eher für abgewohnt, ist aber fürs geld okay. (wahrscheinlich sind wir mittlerweile auch etwas wählerisch geworden)

 

Tag 10: Stonehaven - Arbroath

Heute Morgen begrüßte uns tatsächlich die Sonne. Doch der Schein trügte. Ein frischer Wind pfiff uns um die Nase. Unsere heutige Wegstrecke war nur ca. 50 Kilometer, also sollte es doch ein entspannter Tag werden.


Erster Stop heute: Dunnottar Castle - Schauplatz von Hamlet mit Mel Gibson. Wir waren wiedermal früh dran, daher fast noch allein dort. Da das Castle eine Ruine war und auch nur spärlich mit Hinweistafeln ausgestattet, war eigentlich das Interessanteste der traumhafte Blick aufs Meer und in die Beiden buchten links und rechts. Die Burg liegt hoch oben auf einem Felsen über dem Meer, nur über einen schmalen Weg zu erreichen. Diesmal schauten wir zwar nicht mehr in den Antlantik, sondern in die Nordsee, doch diese schien sich heute ähnlich stürmich zu entwickeln. Die Delfine scheinen uns dieses Jahr wohl verborgen zu bleiben, doch die Seehunde verstecken sich nicht. In beiden buchten konnten wir nach einiger Zeit die neugierigen Tiere entdecken. Somit verbrachten wir dort doch mehr Zeit als geplant.

Nun stand der Mittagssnack auf dem Plan. Wir suchten uns eine einsame Bucht mit Sandstrand und einer Castle-Ruine im Rücken. Die Lunan Bay erfüllte all diese Ansprüche. Wir konnten schnell ergründen, warum man den Strandläufern den passenden Namen gegeben hat. In den Dünen bereiteten wir dann unser Picknick zu - einige kritische Mitstreiter beschwerten sich über angeblichen Sand im Essen.

Am frühen Nachmittag kamen wir in unserem heutigen Schlafort an. In Abroath begrüßten uns schon das heranziehende Orkantief. Die Gicht spritze über die Hafenmauern hinweg. Für uns war das natürlich die hellste Freude. Einige Wagemutige trauten sich auch direkt in den Gefahrenbereich. Dank Herrn Wolfskin habe ich das gut überstanden. Die volle Breitseite ist voll an meiner Jacke abgeprallt. Meine Hose war jedoch klitschnass, aber den Spaß wars wert. Die Bilderserie zeigt, dass es auch weniger mutige Mitreisende gibt, die hals über Kopf, die Flucht ergriffen. (Zum Vergrößern klicken)


Auf in die Unterkunft. Nach dem letzten Erfahrungen waren wir diesmal zwar nicht enttäuscht, aber eben auch nicht positiv überrascht. Die Zimmer sind recht modern, aber eben nicht so schön kitschig :-)
Franzka

wegstrecke: Stonehaven to Arbroath, 139 km
unterkunft: Inishowen B&B, völlig i.O.

Sonntag, 11. September 2011

Tag 9: Inverness - Peterhead - Stonehaven:

Alles Schweine hier!

Zunächst begann der Tag wiedermal mit Whisky. Diesmal besuchten wir die wohl bekannteste Destille Schottlands. Glenfiddich öffnete seine Pforten für uns. Die Distille besteht seid 1886 und noch heute wird dort in den alten Gemäuern gebrannt. Auf die sehr interessante Führung erfolgte eine Verkostung der 3 Standarts 12, 15 und 18 Jahre alt. Mir schmack keiner so richtig (getrunken hab ich sie trotzdem :-)), laut den Männern schmack einer besser als der andere. Also auf in den Shop und die Regale leer gekauft...Marmelade, Honig und Senf. Alles landete in unseren Taschen. Da der Whisky ja in Deutschland billiger sein soll, haben wir an dieser Stelle auf flüssige Einkäufe verzichtet.

Nächstes Ziel war eigentlich das nächste B&B, doch wir entschieden uns die Küstenstraße entlang zu fahren (meist einspurig und ohne groß Verkehr) und nahmen noch einige Sehenswürdigkeiten auf dem Weg mit. Der bow fiddle rock wäre ein guter Picknickplatz gewesen, doch Hunger hatte keiner.


Also weiter entlang von abwechlendem Sandstrand, Dünen mit Golfplätzen und Steilküste. Plötzlich erfolgte ein mir bekannter Ausruf: "SCHWEINE". Dies war keineswegs als Beleidigung anzusehen. Dort wo sonst Kühe, Schafe und manchmal auch Pferde am Wegesrand waren, trafen wir auf jede Menge Boxen von dicken Säuen und winzigen Ferkeln. Also stoppten wir sofort. Gleich im ersten Pferch stand eine Mutti mit scheinbar nur einem - GEFLÜCHTETEN - Baby. Dieser Winzling fand den Weg nicht mehr zurück durch den Stromzaun. Also machte ich mich auf zur Rettung. Doch ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie angsteinflößend so eine Sau sein kann. Das kleine schrie herzzerreißend, doch ich konnte ihm nicht helfen. Auf mein Flehen hin, dass der Winzling verhungern würde oder evtl. sogar überfahren werden würde, kam mir trotzdem keiner zur Hilfe und ich musste mein Vorhaben aufgeben. Bitte betet mit mir, dass bald ein Bauer kommt und das Ferkel rettet.



Auf der weiteren Strecke lagen nun noch bedeutende Fisch- und Krustentier- Umschlagplätze (Faserburg, Peterhead und Aberdeen). Beeidruckend mit welchem großen Kuttern dort rausgefahren wird. Leider waren alle schon entladen und nichts mehr von Fang zu sehen. Der Fischmarkt war auch schon geschlossen - wir hoffen morgen mal ne Krabbe zu sehen.

Die letzte Erwähnung bekommt heute das B&B. Er prachtvolles Herrenhaus, da bleiben einem die Worte weg. Begrüßt hat uns ein in die Jahre gekommener Irish Setter. Das Grundstück ist riesig und das Anwesen eines ehemaligen Majors kann einen nur neidig machen. Als uns dann im Zimmer noch ein Himmelbett begrüßte, war den Hausherren ein positiver Kommentar sicher.
Wir machten uns noch auf den Weg ins Pub. Nach einer ordentlichen Portion Stew und dem Heimweg entlang der Stonehaven Bay, nem abschließenden Whisky fallen wir nun fertsch aber glücklich ins HIMMELBett.
Franzka.

wegstrecke: inverness to stonehaven,  338 km
unterkunft: Pigaveny b&b, ohne worte - zu 150 % weiterzuempfehlen, schon ohne das Frühstück gekostet zu haben

tag 8: portree - inverness

















schweren herzens verlassen wir am morgen den neuen spitzenreiter im diesjährigen unterkünfte-contest, nicht ohne nochmal ausgiebig den blick in die bucht zu genießen.

wir sind schon wieder etwas spät dran, da für den morgen eine bootstour auf dem programm steht, deren start aber noch ein ganzes stück entfernt liegt. das navi vermeldet dann auch direkt, dass das eine enge kiste zu werden scheint. nach einer stunde hitziger fahrt gegen die zeit (und fünf minuten vor tourstart) erreichen wir kyle of lochalsh. Nur blöd, dass wir noch weitere zehn minuten brauchen, um das büro des veranstalters zu finden. die tour ist weg, die delphine müssen heute wohl ohne uns auskommen. mal wieder ist die stimmung in keller.

während wir uns also notgetrungen entscheiden unsere tour frühzeitig in richtung loch ness und inverness fortzusetzen, zeigen die von mir präventiv eingeworfenen pillen gegen reiseübelkeit (bootstour) ihre volle wirkung. ich schlafe wie nie zuvor im auto und überbrücke dadurch prima unser stimmungstief.

der rest ist kurz zusammengefasst: loch ness ist ziemlich unspektakulär, vor allem im vergleich zu den highlights der vortage. vielleicht liegt es am beschissenen wetter, aber irgendwie kommt es mir so vor, als hätten die ihr monster hier nicht umsonst erfunden. In Inverness lassen wir den tag ausklingen, nachdem uns die suche nach unserem quartier erst wieder komplett aus der stadt rausgeführt hat um dann unmittelbar an einem platz zu enden, an dem wir kurz vorher bereits gewesen sind. wir schlafen sehr schön in einem alten stadthaus direkt am fluss. morgen darf das wetter wieder besser werden, von einer netten dame im supermarkt wird uns allerdings für das wochenende ein schweres unwetter vom atlantik angekündigt. na prima ...
marcel.

wegstrecke: portree (isle of skye) to inverness, 243 km
unterkunft: moray park guest house, schickes altes haus, große zimmer, super lage

Samstag, 10. September 2011

tag 7: isle of skye

















nach einem bis zum rand vollgepackten tag machen wir uns am abend auf die suche nach unserer nächsten unterkunft. nachdem wir feststellen, dass diese widererwartend gar nicht in einer der größeren ortschaften der insel liegt, fangen wir an ein bisschen im nichts rumzuirren. adressen sind hier mehr so zur groben orentierung gedacht, schilder gibt es viele, nur keines von unserem b&b. schließlich machen wir - nachdem wir nun fast alle strassen und wege in der gegend abgefahren haben nun doch ein winziges hinweis schild aus und erreichen kurz danach unser bett für die nacht.


was hier draussen am ende der welt keiner erwartet hätte: die zimmer und vor allem die lounge schlägt alles, was wir bisher gehabt haben. wir sitzen bei rundumblick auf die nahegelegene bucht auf der couch und beschließen den tag mit tea and whisky. ich könnt mir jetzt schon in den arsch beißen, dass wir hier nur eine nacht gebucht haben ...

übrigens: da wir heute ja den ganzen tag auf skye unterwegs sind, erwarte ich alles in allem einen eher ruhigen tag. weit gefehlt. da skye nicht gerade von übersichtlicher größe ist und die highliths quer über die insel verteilt liegen schaffen wir heute fast einen wegstreckenrekord. da das wetter auf der sogenannten regeninsel heute mal wieder schwer auf unserer seite ist, erreichen wir einen atemberaubenden ausblick nach dem nächsten. leider kann und will ich aufgrund der vielzahl der stops schon gar nicht mehr widergeben, wo wir überall waren. skye ist jedoch auf jeden fall einen trip wert ... vielleicht auch einen längeren.
marcel.

wegstrecke: isle of skye kreuz und quer, 310 km
unterkunft: rus muire b&b, atemberaubender atlantikblick vom kamin aus

Donnerstag, 8. September 2011

Tag 6: Ballachulish - Isle of Skye



Nachdem ich mir am Vorabend schon einige Schelte über das gewählte (günstige) B&B abholen durfte, war die Nacht doch ganz ok und das Frühstück recht lecker. Wir sind dann schnell aufgebrochen, um eines der berühmten "Glens", sprich Täler anzusehen.

Wir entschieden uns für das Glen Coe und wurden mit beeindruckenden Aussichten belohnt. Obwohl es im 10-minuten Takt in Strömen regnete, es gefühle 0 Grad sind und uns der Wind um die Ohren saußte, mussten wir hinter jeder Kurve wieder anhalten und erneut staunen. Das lässt sich in Worten und auch in Fotos gar nicht wiedergeben.

Um dem ganzen noch eins drauf zu setzen, folgten wir einer Empfehlung und bogen ins Glen Etive ab. 2o km einspurige, einsame Straße mit 1000 m hohen Bergipfeln und Wasserfällen am den Seiten. Sogar ein Hirsch kam uns besuchen. Trotz des armseeligen Wetters fanden wir noch eine "Futterstelle" um den Kocher anzuwerfen.


Da uns die Zeit schon wieder davon rannte, machten wir uns nun auf dem Weg zum Endziel der Isle of Skye. Wir hatten wiedermal eine Fähre zu erwischen. Über die "Road to the Isles" ging es zum Hafen in Malaig. Die vom Reiseführer angepriesene Straße, über Berg und Tal, vorbei an Seen und traumhaften Stränden und am eine Viadukt aus Harry Potter. Insgesamt waren wir aber noch von den Eindrücken des Glen Coe geplättet.



Die Fähre erreichten wir sehr püntklich. Das Wetter bescherte uns diesmal kräftigen Seegang, doch in ner halben Stunde war schon alles vorbei. Als B&B erwarteten wir diesmal wieder eine Farm mit allerhand Getier. Doch bis auf nen süßen Bordercollie war nichts zu sehen. Wir ließen uns gleich noch ein Pub empfehlen und kamen in den obligartorischen Genuss von Fish & Chips. Wäre das auch abgehakt.

wegstrecke: ballachulish nach Isle of Skye, 195 km
unterkunft: Coillie Chaltainn B&B, sehr niedliche Zimmer und Fisch zum Frühstück

Dienstag, 6. September 2011

tag 5: port charlotte - (mull of kintyre) - ballachulish

















gleich vorab: alle vermissten jacken sind wieder an bord. hat uns nur zwei stunden umweg gekostet. war heute allerdings nicht weiter tragisch, da das wetter ziemlich übel war. sturm und regen ließen mich der überfahrt zurück von islay etwas nervös entgegenblicken. der seegang war zwar nicht ohne, das machte die sache aber unheimlich kurzweilig, da es uns fast von deck geblasen hat. wir waren irgendwie auch die einzigen idoten die bei dem wetter nicht in der lounge beim frühstück gesessen haben. aus'm fenster gucken kann jeder.


zurück auf dem mainland haben wir heute also verstärkt im auto gessessen. zuerst zurück nach kintyre, die vermisste jacke wieder einsammeln, danach mit kurs nach norden richtung highlands. im auto ernte ich während der letzten tage wiederholt unverständnis und verwarnungen für mein verhalten. dabei habe ich mich nur einer scheinbar islay-typischen sitte angepasst, nämlich jedes entgegenkommende auto zu grüßen. auf der insel klappt das wunderbar und wenn man nicht schon von vornherein gegrüßt wird, dann doch auf jeden fall zurück, wenn man damit anfängt. ich werde von meinen begleitern immer wieder angemotzt, die leute in ruhe zu lassen. ich empfinde mein verhalten jedoch vielmehr als höflich und bleibe dabei. als wir islay nun wieder verlassen haben, beginne ich sofort damit, meine neue angewohnheit auch auf der hauptinsel zu erproben. bisher grüssen vielleicht zwei von fünf zurück, der rest guckt ziemlich ratlos.

morgen wollen wir etwas mehr weg zu fuss zurück legen und begeben uns anschließend richtung isle of skye. ich hoffe, das wetter wird dazu besser. auch wenn franzka jetzt wieder mit angemessener kleidung ausgestattet ist ...
marcel.

wegstrecke: port charlotte to ballachulish via southend (kintyre), 324 km
unterkunft: fern villa guest house, jetzt wirken die bisherigen noch besser, hoffentlich ist das frühstück so gut wie angekündigt

Montag, 5. September 2011

Tag 4: Isle of Islay - Rundfahrt













Sonne und blauer Himmel begrüßten uns heute in den Tag - den Whisky-Tag.

Da die erste Führung erst am späten vomittag los ging, planten wir noch nen kleinen Ausfug zum Strand. Den Strand haben wir leider nicht gefunden, dafür die scheinbar einsamste Straße der Insel. Von Touristen war hier nichts zu sehen. Davon wiedermal ne Menge Schafe und Kühe direkt auf der Straße - die kamen uns sogar rennend endgegen. Ist schon lustig, wie wir immer die entlegensten Routen finden.



Als wir diese Einsamkeit und die immer enger werdende Straße überwunden hat, kamen wir gerade noch rechtzeitig zur ersten Whiskytour. Maggie McGregor führte uns durch die Distille von bruichladdich und bezog uns auch gleich in Ihre Erläuterungen mit ein. Nach einem beeindruckenden Blick in die vollen Lager ging es zur Verköstigung. Marcel musste natürlich gleich zwei Sorten kosten, somit fiel er als Fahrer aus. Mit 2 neuen Gläsern und 3 kleinen Pullies machten wir uns wieder auf den Weg.

Ein deutsches Ehepaar in der Distille hatte uns von einer kleinen Bucht erzählt, in dem man Seehunde beobachten könne. Nichts wie hin. Gerade das Auto abgestellt, ragte auch schon der erste Kopf aus dem Wasser. Beinah minütlich entdeckten wir mehr und mehr Robben, die sich genüßlich in der Sonne aalten. Ziemlich beeindruckend.

Da der Plan aber eng gesteckt war, brachen wir zur nächsten Distille auf. In Kilchoman stand jedoch keine Verkostung, sondern das Mittagessen auf dem Plan. Mit Fischsuppe und Lachsbrötchen gestärkt und damit auch ner guten Grundlage gings auf zu Distille Nr. 3.

In lagavulin angekommen, standen wir leider vor verschlossenen Türen. Wegen Maintenance geschlossen. Na vielen Dank. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag (auch inkl. obligatorischen Leuchtturmbesuch), glücklicherweise sehr sonnig :-) Morgen soll es regnen, da hol ich mir erstmal meine Jacke zurück.
Franzka

wegstrecke: einmal rund um die insel, 142 km
unterkunft: nochmal octofad farm

Sonntag, 4. September 2011

tag 3: mull of kintyre - port charlotte (isle of islay)

















quelle malheure: als wir heute mittag kurz nach der auffahrt auf die fähre das auto verlassen, stellen wir entsetzt fest: franzka's regenjacke ist noch im kleiderschrank des letzten quartiers. wüst werden schuldzuweisungen ausgetauscht; ich beharre auf meiner unschuld und gebe mir recht. die stimmung ist am tiefpunkt.

doch frei nach dem motto "gestern noch direkt vor'm abgrund, heute schon einen schritt weiter", richten wir den blick nach vorn. auf uns wartet das whisky-mekka von großbritannien, die isle of islay. die etwas zu prunkvoll geratene fähre überrascht uns angesichts der menschenlehren landschaften etwas, erklärt allerdings den stattlichen Preis der tour. die fahrt selbst ist allemal sehenswert.

auf dem eiland angekommen begeben wir uns zum inselzentrum und finden rasch die erste brennerei. dass heute sonntag ist, kommt eher ungelegen und stellt sich als eklatanter planungsfehler heraus. mit besichtigung wird es heute also nichts. wir bleiben locker. islay bleibt für die nächsten zwei nächte unser standort, wir können uns also etwas mehr zeit als sonst nehmen.

also auf den weg gemacht und die nächste unterkunft gesucht. diese lässt sich nun ungleich leichter auffinden als noch am vortrag. pünktlich zur tea-time werden wir entsprechend empfangen und sammeln instruktionen für das abendessen. im stilechten pub essen wir köstlich und blicken nun doch noch einem tages happy-end entgegen. zum krönenden abschluss gönnen wir uns eine whisky-verkostung light und nippen an einem fruchtigen bruichladdich ("laddie") und an einem völlig gegensätzlichen, da sehr rauchigen lagavulin. die beiden distilleries sind für morgen fest im programm verankert. vielleicht schaffen wir noch ein paar mehr ...
marcel.

ps: vom atlantik weht heute mitunter eine steife brise. ich bin froh, dass ich meine jacke noch habe :)

wegstrecke: southend - kennacraig - port askraig - port charlotte, 169 km
unterkunft: octofad farm, sehr herzlicher empfang, super meerblick

Tag 2: Alexandria - Mull of Kintyre (oder auf den Spuren von Paul McCartney)

Die erste Nacht in Schottland haben wir alle gut überstanden und auch das erste Frühstück hat uns positiv überrascht. Nun machten wir uns auf den Weg nach Kintyre. Auf den ersten Kilometern beschäftigte uns wiedermal die Suche nach einer Gaskartusche für unseren Kocher. Die angekündigten diversen Outdoor-Läden lagen leider nicht auf unserer Route. In einem Gartencenter wurden wir schließlich fündig...später am Nachmittag sollte das belohnt werden.

Weiter Richtung Kintyre wurden wir von herrlicher Landschaft empfangen. Ein Wasserfall nach dem anderen, dann wieder ein Stück flacher Strand, umrandet von heidebewachsenen Hügeln. Die Fahrt machte uns hungrig und der schöne Anblick lud zum Rasten am Strand ein. Also haben wir uns unsere Essenvorräte geschnappt - ein schönes Plätzchen war schnell gefunden. Flux den Kocher angezündet und die Beans in die Pfanne geschmissen.

(An dieser Stelle einen Dank an Nils: Bisher konnten wir nur für Deinen Kocher eine Kartusche finden. Dank Dir sind wir also nicht verhungert).
Frisch gestärkt ging es nun auf Quartiersuche, leichter gesagt als getan, denn Straßennamen gibt es hier nicht wirklich, somit kann auch das Navi nicht wirklich helfen. Nach einer halben Stunde Suche, fragten wir die Einheimischen. Der nette Mann gab sich alle Mühe uns den Weg zu erklären, doch auch im 4. Anlauf hatte ich Dank seines Akzentes nur Bahnhof verstanden. Sein Gestikulieren brachte uns dann doch auf die richtige Fährte. Mitten im Nichts stand ein Bauernhof, der heute unser Quartier sein sollte. Das tolle daran: 2 Hunde und mind. 20 junge Kälber. Das Jüngste davon gerade 1 Tag als. Ich war also mit Streicheln beschäftigt.

Peter nahm darauf allerdings keinerlei Rücksicht und wir mussten ohne längere Pause zum Leuchttum aufbrechen. Dahin führte uns eine immer enger werdende Straße, die schlussendlich vor einem Tor endete. Von da aus, war laufen angesagt. Der Hinweisstein 1 Meile war wohl ein Scherz oder ich hatte doch den falschen Umrechnungsfaktor im Kopf. In diversen Serpentinen ging es steil bergab. Unten angekommen, war der Turm recht unspektakulär, die Sicht jedoch mit der untergehenden Sonne sehr beeindruckend.
Nun mussten wir wieder hoch. Solch eine Schufterei. Die eine Meile fühlte sich nun wie 5 an und der Anstieg wie 40 % Steigung. Belohnung dieser Tortour: Wir waren erst 20 uhr wieder am Auto, somit fiel ein Abendessen in der Kneipe aus, denn die hatte bereits geschlossen. Also endete der Tag mit einem trockenen Brötchen...ich hab sicherlich so oder so aus der Wäsche geguckt.
Franzka








wegstrecke: alexandria to southend (mull of kintyre), 224 km
unterkunft: ormsary farm, sooo schön. niedliche Zimmer und niedliche Tiere, tolle Gastgeber